9. Spieltag in der Bundesliga

Bayern verliert gegen Leverkusen

Verrückte Partien in Hannover und München

@Bayer 04

Bundesliga 2012/13, 9. Spieltag
Augsburg - Hamburg (Fr.) 0:2 (0:1) Statistik
Schalke - Nürnberg (Sa.) 1:0 (0:0) Statistik
Freiburg - Dortmund 0:2 (0:0) Statistik
Mainz - Hoffenheim 3:0 (1:0) Statistik
Fürth - Bremen 1:1 (1:1) Statistik
Düsseldorf - Wolfsburg 1:4 (0:0) Statistik
Stuttgart - Frankfurt (So.) 1:1 (1:0) Statistik
FC Bayern - Leverkusen 1:2 (0:1) Statistik
Hannover - M'gladbach 2:3 (0:0) Statistik

Schalke 04 und Borussia Dortmund ließen ihren Europacuperfolgen auch in der Liga Siege folgen. Schalke besiegte Nürnberg knapp, während der BVB in Freiburg siegte. Ebenfalls siegreich: der runderneuerte VfL Wolfsburg! Der FC Augsburg ließ am Freitag Abend im Heimspiel gegen den Hamburger SV etliche Chancen liegen, ehe die Hanseaten ihrerseits ungewohnt effizient spielten und am Ende 2:0 gewannen. Sonntag unterlag der FC Bayern gegen Bayer Leverkusen, Gladbach siegte in Hannover.

Freitag: HSV-Sieg in Augsburg

Dank der Tore von Heung-Min Son (13.) und Artjoms Rudnevs (63.) gewann ein nicht überzeugender Hamburger SV zum Auftakt des 9. Spieltages beim FC Augsburg glücklich mit 2:0 (1:0). Hamburg steht mit nun 13 Punkten zumindest vorübergehend auf dem vierten Tabellenplatz. Die engagierten Augsburger bleiben nach der ersten Niederlage nach zuvor drei ungeschlagenen Auftritten mit sechs Punkten Drittletzter.
Vor 30.660 Zuschauern hatte der FCA äußerst offensiv begonnen. Die Hausherren setzten den zu passiven HSV früh unter Druck und kamen zu einigen Chancen. Einen Distanzschuss von Kevin Vogt lenkte Hamburgs Torwart René Adler um den Pfosten (4.), Knowledge Musona jagte den Ball am Tor vorbei (8.), Tobias Werner schloss nach Steilpass von Vogt zu überhastet ab (11.). Von Hamburg war bis dahin nichts zu sehen.
Beim völlig überraschenden Führungstreffer profitierte der HSV von einem dicken Patzer des Saison-Debütanten Dominik Reinhardt: Nach einem Fehlpass des Verteidigers stellte Son den Spielverlauf mit einem sehenswerten Schlenzer auf den Kopf. Augsburg brauchte nach dem Rückstand einige Minuten, um wieder in Tritt zu kommen. In der 22. Minute kam Hain rechts am Fünfer zum Abschluss, setzte den Ball aber knapp am linken Pfosten vorbei. Bis zur Pause war der FCA spielbestimmend. Der HSV blieb auf Tauchstation.
Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst nichts am Spielverlauf. Werner verpasste den Ausgleich und köpfte aus kurzer Distanz am Tor vorbei (49.), dann aber kam der HSV besser ins Spiel. Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier traf das Außennetz (50.), einen Schuss von Maximilian Beister parierte Jentzsch (58.). Heiko Westermann schoss nach einer Ecke am Tor vorbei (60.). Besser machte es dann Rudnevs, der nach sehenswerter Kombination über Son und den bis dahin blassen Rafael van der Vaart zum 2:0 traf. Danach war das Spiel ausgeglichener, Augsburg blieb bemüht, Hamburg verlegte sich aufs Kontern.

Samstag: S04 setzt Erfolgsserie fort

Schalke 04 hat eine außergewöhnliche Woche mit einem Arbeitssieg beendet: Nach dem 2:1 im Revierderby bei Borussia Dortmund und dem 2:0 in der Champions League beim FC Arsenal mühten sich die Königsblauen zu einem 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg und kletterten auf den zweiten Tabellenplatz. Jefferson Farfan erzielte das erlösende Siegtor in der 77. Minute. Die Schalker atmeten schon nach 19 Sekunden ein erstes Mal kräftig durch: Hiroshi Kiyotake kam im Strafraum zum Schuss, Torhüter Lars Unnerstall parierte aber. Danach versuchten es die Gastgeber mit viel Geduld gegen das Spiel der Nürnberger, die die Räume eng machten. So dauerte es eine knappe Viertelstunde, bis die "Königsblauen" zu ihren ersten Chancen kamen. Zunächst scheiterte Farfan mit einem Kopfball an Torhüter Patrick Rakovsky (14.), dann verfehlte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar zwei Mal aus spitzem Winkel das Ziel (16./18.).
Doch dann war vorerst Schluss mit Strafraumszenen. Schalke tat sich schwer gegen dicht gestaffelte Gäste, spielte ungewöhnlich viele Fehlpässe und ohne Tempo, Nürnberg beschränkte sich auf die Defensive. Huntelaar verstolperte noch eine Chance (36.), das war alles in der ersten Hälfte. Nach dem Wiederanpfiff erwischte Schalke den besseren Start: Ibrahim Afellay zwang Rakovsky mit einem 20-Meter-Schuss zu einer Glanzparade (47.). Huntelaar köpfte über das Tor (52.). Doch weiter fehlten Bewegung und Genauigkeit im Spiel der Gastgeber.
Erst eine punktgenaue Flanke von Christian Fuchs auf Farfan, der den Ball aus zehn Metern volley im linken Eck platzierte, ließ die Schalker jubeln. In der Schlussphase verpassten die Gastgeber mit einigen Kontern das 2:0, Nürnberg fehlte in der Offensive die letzte Entschlossenheit. Timo Gebharts Schuss nach einem Unnerstall-Patzer wurde abgeblockt.

Dortmund siegt im Schneegestöber

Drei Tage nach dem Champions-League-Erfolg gegen Real Madrid ist Borussia Dortmund in der Bundesliga der erste Auswärtssieg der Saison gelungen. Der BVB setzte sich nach einer nur im zweiten Durchgang überzeugenden Leistung beim SC Freiburg mit 2:0 (0:0) durch und ließ sich auch vom Schneetreiben im Breisgau nicht beirren. Neven Subotic (54.) und Mario Götze (83.) erzielten vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Mage Solar Stadion die Tore.
Dabei hatte es zunächst nicht nach einem Erfolg der Gäste ausgesehen. Bei widrigen Witterungsbedingungen entwickelte sich von Beginn an ein zerfahrenes und von Fehlern geprägtes Spiel. Spielfluss kam auf dem schneebedeckten Boden kaum auf. Nicht zufällig resultierte die erste Gelegenheit der Partie aus einer Standardsituation. Nach einem Eckball der Hausherren scheiterte erst Daniel Caligiuri gleich zwei Mal mit einem Kopfball an BVB-Keeper Roman Weidenfeller, bevor Lukasz Piszczek unter Bedrängnis den Ball an den Pfosten des eigenen Tores köpfte (15.). Die ansonsten so starke BVB-Offensive strahlte kaum Torgefahr aus und den Gastgebern fehlte bei ihren Angriffsaktionen hingegen die letzte Entschlossenheit.
Nach gut einer halben Stunde köpfte Innenverteidger Fallou Diagne nach einem Freistoß von Schuster freistehend über das Dortmunder Tor. Nach der Pause kam der BVB deutlich verbessert aus der Kabine und hatte gleich mehrfach die Gelegenheit, in Führung zu gehen. Zunächst verpasste Piszczek das Freiburger Gehäuse (46.), danach schoss Götze den Ball nach einem Querpass von Großkreutz nur knapp über das Tor (49.). Kurz danach gingen die Gäste in Führung. Nach einem Freistoß von Marco Reus war Subotic in der 54. Minute per Kopf zur Stelle. Nur zwei Minuten später vergab der SC die große Gelegenheit zum Ausgleich. Jendrisek scheiterte aus kurzer Distanz an Weidenfeller. Insgesamt war der BVB im zweiten Durchgang nicht wiederzuerkennen. Im Gegensatz zur ersten Hälfte agierten die Schwarz-Gelben deutlich zielstrebiger und gefährlicher und kamen durch den starken Götze verdient auch noch zum zweiten Treffer.

Mainz kann sich auf Szalai verlassen

Adam Szalai hat mit seinem ersten Bundesliga-Dreierpack dafür gesorgt, dass Mainz 05 sich endgültig auf die obere Tabellenhälfte konzentrieren kann. Der Ungar traf in der 21., 46. und 64. Minute für die Hausherren, die aus den zurückliegenden vier Partien geholt haben.
Die 28.067 Zuschauer in der Coface Arena sahen in der Anfangsphase eine weitgehend ausgeglichene, aber auch mäßige Partie. Beide Teams bemühten sich zwar um ein konstruktives Offensivspiel, es fehlte aber die letzte Konsequenz. Beide Abwehrreihen hatten mit den zumeist harmlosen Angriffsversuchen zunächst keine Mühe. Die Gastgeber nutzten die erste echte Möglichkeit zur überraschenden Führung. Nach guter Vorarbeit von Diaz traf Szalai per Kopf. Das Spiel wurde durch das Tor aber nicht besser. Die Hoffenheimer brachten in der Offensive so gut wie nichts zustande. Die Mainzer taten zunächst auch nicht viel für das Spiel. Die Partie war von Fehlern und Missverständnissen geprägt. Dazu kamen zahlreiche Fouls auf beiden Seiten. Erst in der 37. Minute verbuchten die Gäste ihre erste Chance durch Sturmspitze Joselu. Danach wurde es bis zur Pause etwas lebhafter. Die Mainzer Zdenek Pospech (39.) und Nicolai Müller (41.) scheiterten am Gäste-Keeper Tim Wiese, auf der Gegenseite vergab der Japaner Takashi Usami eine gute Gelegenheit (42.).
Nur 22 Sekunden nach Beginn der zweiten Hälfte nutzte Szalai den kollektiven Tiefschlaf der Hoffenheimer Abwehr zu seinem zweiten Treffer. Erst nach einer knappen Stunde hatten die Gäste den Schock des zweiten Gegentors überwunden. Die Mannschaft von Trainer Markus Babbel drängte auf den Anschlusstreffer. Joselu (59.) und Usami (61.) scheiterten aber an FSV-Torhüter Christian Wetklo. Stattdessen traf Szalai auf der Gegenseite nach einem Eckball per Kopf zu seinem siebten Saisontor.

Edu sorgt für Fürths Premierentor

Die SpVgg Greuther Fürth hat den historischen ersten Heimpunkt in der Bundesliga erkämpft, rutschte aber dennoch auf den letzten Tabellenplatz ab. Die Franken kamen gegen Werder Bremen zu einem 1:1 (1:1) und erzielten dabei durch Edu (8.) auch den ersten Bundesliga-Heimtreffer. Nils Petersen traf zum Ausgleich für Werder Bremen. Vor 17.000 Zuschauern war Fürth zu Beginn das aktivere Team. Die Gastgeber schnürten Bremen in den ersten Minuten phasenweise ein und nutzten gleich die erste Chance zur Führung. Zoltan Stieber spielte den Ball von der linken Seite scharf in die Mitte, wo Werder-Verteidiger Sokratis den Brasilianer Edu in seinem Rücken übersah. Der Südamerikaner schob aus kurzer Distanz ein. In der Folge konzentrierte sich Fürth auf die Defensive, störte auch mit kleinen Fouls den Spielfluss der Bremer und hielt diese erfolgreich vom eigenen Tor fern.
Erst gegen Mitte der ersten Hälfte arbeitete sich Werder besser ins Spiel. Kevin de Bruyne (24.), Petersen (28.) und Marko Arnautovic (29.) vergaben jedoch gute Chancen für die immer stärkeren Bremer. In der 34. Minute war Werder erneut nah am Ausgleich, eine Flanke von Theodor Gebre Selassie klatschte jedoch nur auf die Latte. Eine scharfe Flanke von Arnautovic vollendete Petersen schließlich per Kopf zum Ausgleich für die nun drückend überlegenen Bremer.
Auch in der zweiten Hälfte waren die Gäste das klar spielbestimmende Team, ließen vereinzelt aber immer wieder Konter der Fürther zu, die sich dabei jedoch wenig zielstrebig zeigten und meist zu kompliziert spielten. Erst in der 59. Minute sahen die Zuschauer die nächste Großchance. Eljero Elia spielte Petersen frei, der scheiterte jedoch aus kurzer Distanz am Fürther Torwart Max Grün, der auch Arnautovics Nachschuss abwehrte. Gegen Mitte der zweiten Hälfte konnten sich die Gastgeber befreien und kamen zu guten Chancen. In der 66. Minute kam Edgar Prib im Strafraum im Zweikampf mit Werder-Torwart Sebastian Mielitz zu Fall, Schiedsrichter Stieler verweigerte jedoch den Strafstoß. Nur zwei Minuten später setzte der aufgerückte Innenverteidger Thomas Kleine eine Stieber-Flanke aus aussichtsreicher Position am Bremer Tor vorbei.

Wölfe: Unter Köstner geht der Knoten auf

Zwei Tage nach der Trennung von Felix Magath hat der VfL Wolfsburg auch seine Negativserie abgeschüttelt. Mit Lorenz-Günther Köstner auf der Bank feierten die runderneuerten Niedersachsen ein 4:1 (0:0) bei Fortuna Düsseldorf und damit ihren ersten Sieg seit dem 1. Spieltag. Erst in der zweiten Halbzeit deutete Wolfsburg sein Potenzial an: Nach vier Zu-Null-Niederlagen in Serie erlöste Bas Dost die Wölfe mit dem ersten Treffer nach 457-minütiger Flaute. Das Tor in der 50. Minute wirkte befreiend: Nur drei Minuten später traf Ivica Olic, ehe Dost (64.) nachlegte. Zudem verwandelte Diego (78.) wie auf der anderen Seite Jens Langeneke (71.) einen Foulelfmeter. Düsseldorf wartet weiter auf seinen ersten Heimsieg der Saison. Fortuna-Akteur Oliver Fink sah in der 77. Minute wegen einer Notbremse zudem die Rote Karte.
Köstner hatte die Startelf, radikal umgebaut: Sechs Neue standen im Vergleich zum 0:2 gegen den SC Freiburg in der Startelf, darunter der Spielmacher Diego, Josué, Marcel Schäfer und Simon Kjaer. Erwartungsgemäß hatten die Gäste deutlich mehr Ballbesitz, was sich allerdings erst kurz vor der Pause in Torchancen niederschlug. Einen Kopfball von Dost (45.) lenkte Fortunas starker Torhüter Fabian Giefer an die Latte, wenige Sekunden zuvor war er schon bei einem Querschläger seines Mitspielers Adam Bodzek hellwach gewesen. Insgesamt wirkte die Wolfsburger Mannschaft zunächst uneingespielt und fragil, schließlich hatte sie seit der Trennung am Donnerstag nur wenige Male ohne Magath trainiert. Dosts Treffer allerdings änderte alles, plötzlich nahmen die Wolfsburger den Kopf hoch und legten los. Fast jeder Schuss war nun ein Treffer.
Mit der Ausnahme einer frühen Kontergelegenheit (11.) hatte Düsseldorf lange wenig zu bieten, die Folgen vieler technischer Fehler waren Fouls aus Verlegenheit. Phasenweise lief das Spiel komplett am Aufsteiger vorbei, der in den 20 Minuten nach der Pause vorgeführt wurde. Erst als es bereits hoffnungslos schien, lief es beim Gastgeber zumindest etwas besser.

Sonntag: Ibisevic trifft zum VfB-Sieg

Torjäger Vedad Ibisevic bescherte dem VfB Stuttgart mit einem späten Treffer (84.) einen 2:1-Sieg gegen die insgesamt enttäuschende Frankfurter Eintracht. Es war der fünfte Treffer des Bosniers in den letzten sechs Spielen. Christian Gentner hatte Stuttgart früh in Führung gebracht (6.). In einer insgesamt mäßigen Partie glich Alex Meier zwischenzeitlich mit einem herrlichen Schlenzer (67.) aus. Frankfurt ist mit 19 Punkten jetzt Dritter, während der so wechselhafte VfB mit dem ersten Heimsieg der Saison und nunmehr zwölf Punkten einen Sprung in die obere Tabellenhälfte machte.
Vor 54.840 Zuschauern in Stuttgart war vom schnellen Kombinationsfußball der vergangenen Wochen war bei den Gästen nur wenig zu sehen. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia hingegen ging aggressiv zu Werke und war über weite Strecken der Partie feldüberlegen. Chancen waren aber auf beiden Seiten lange Zeit Mangelware. Frankfurt kam nach Flanke von Bastian Oczipka zu einer ersten Möglichkeit, aber Meier setzte den Kopfball aus fünf Metern über das Tor (25.).
Die erste Chance nach Wiederanpfiff hatte der VfB, Martin Harnik traf aus halbrechter Position nur den linken Pfosten (46.). Stuttgart blieb in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit spielbestimmend und dominierte das Geschehen. Frankfurt tauchte erstmals in der 57. Minute gefährlich vor dem VfB-Gehäuse auf. Stefan Aigners Hammer aus gut 25 Metern wehrte Stuttgarts Torwart Sven Ulreich zur Ecke ab. Nach guten Chancen für Frankfurt durch Jung (60.) und Stuttgart durch Tasci (62.) sorgte dann Meier für ein Raunen im Stadion. Der Mittelfeldspieler nahm den Ball links am Strafraum an und zirkelte die Kugel mit einem Kunststoß in den rechten Winkel. Zu einem Punkt reichte es nicht, denn Vedad Ibisevic war kurz vor Spielende mit dem Kopf zur Stelle.

Leverkusen raubt drei Punkte aus München

Ein kurioses Tor kurz vor Spielende hat den Siegeszug von Bayern München jäh gestoppt. Der Rekordmeister verlor nach acht Siegen zum Saisonstart völlig überraschend 1:2 (0:1) gegen Bayer Leverkusen. Für die Werkself war es der erste Erfolg in München seit dem 21. Oktober 1989. Die überlegenen, aber viel zu umständlichen Münchner bleiben aber unangefochten an der Tabellenspitze. Der gerade eingewechselte Sidney Sam köpfte in der 87. Minute Boateng zum entscheidenden Treffer an. Nach einem schweren Fehler von Philipp Lahm traf Torjäger Stefan Kießling mit seinem sechsten Saisontor zum 0:1 (42.). Für die Bayern und Torhüter Manuel Neuer war es der erste Gegentreffer nach 523 Minuten. Mit dem in der 60. Minute eingewechselten Arjen Robben suchten die Bayern die Wende. Und tatsächlich war der Niederländer am achten Saisontreffer von Mario Mandzukic zum 1:1 (78.) beteiligt.
71.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena sahen im dichten Schneegestöber von Beginn an engagierte Münchner. Bayer aber stellte die Mitte mit einer defensiven Dreierreihe vor der Abwehr meist zu. Deshalb suchten die Münchner ihr Heil über die Außenpositionen, meist über die rechte Seite von Thomas Müller. Links fand David Alaba wenig Bindung. Die erste Möglichkeit hatten die Bayern in der zweiten Minute, als sich Müller erstmals gegen Hosogai durchsetzte. Müllers Flanke leitete Bastian Schweinsteiger per Hacke weiter und knapp neben den linken Pfosten. Die beste Gelegenheit zur Führung in der Anfangsphase vergab Mario Mandzukic per Kopf nach Flanke von Holger Badstuber, als Bernd Leno stark parierte (14.). Kurz darauf köpfte Alaba weit am Tor vorbei. Leno musste weitere Paraden gegen Toni Kroos (35.) und Schweinsteiger (40.) zeigen.
Doch die Bayern wurden bald behäbiger und spielten ihre Angriffe mit abnehmender Konsequenz zu Ende. Leverkusen bestrafte das gleich bei seinem ersten Torschuss mit dem 0:1. Ein von Castro eingeleiteter Konter über Rolfes gelangte zu Schürrle. Dessen Flanke verlängerte Lahm unbedrängt zu Kießling, von dessen Knie der Ball ins Tor flog. Kaum war die Pause vorbei, drängte der Rekordmeister wütend auf den Ausgleich. Joker Shaqiri führte sich mit einem klugen Pass auf Kroos gut ein, doch dessen Schuss strich knapp vorbei (49.). Leverkusen kam kaum mehr zu Entlastungsangriffen, Schürrle vergab einen der seltenen, als er an Neuer scheiterte (75.). Auf der anderen Seite machten die Bayern außer bei einem Schuss von Shaqiri, den Leno parierte (61.), lange kaum Zählbares aus ihrer Überlegenheit. Dann wechselte Heynckes Stürmer Claudio Pizarro für Schweinsteiger (74.) ein. Der flankte nach einem Zuspiel von Robben auf den Kopf von Mandzukic - 1:1. Doch zu einem Punkt reichte es trotzdem nicht.

Gladbach dreht das 0:2 in einen Sieg

Borussia Mönchengladbach hat mit einer fantastischen Aufholjagd den ersten Auswärtssieg in dieser Saison gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gewann bei Hannover 96 trotz eines 0:2-Rückstandes mit 3:2 (0:0) und verließ damit das untere Tabellendrittel. Hannover verliert nach der ersten Heimniederlage in der Bundesliga seit dem 30. April 2011 und 22 Spielen die internationalen Plätze langsam aus den Augen. Der Gegner damals: Borussia Mönchengladbach.
Nach einer schwachen ersten Halbteit schossen Jan Schlaudraff (48.) und Mame Diouf (53.) die Niedersachsen auf die Siegerstraße. Doch die Gäste bewiesen eine tolle Moral und drehten die Begegnung durch Treffer von Alvaro Dominguez (70.), Roel Brouwers (77.) und Juan Arango (79.). Die Gäste waren in der Anfangsphase darauf aus, sicher in der Defensive zu stehen. Dies gelang auch bis zur 19. Minute, dann musste Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen gegen den frei vor ihm auftauchenden Diouf (19.) in höchster Not retten. Lars Stindl hatte Diouf glänzend in Szene gesetzt. Gladbach kam nach 25 Minuten immer besser ins Spiel, der letzte Pass in die Spitze kam aber nicht an. So resultierte die beste Chance der Gäste aus einem Freistoß. Juan Arango verfehlte das 96-Tor aus gut 25 Metern aber knapp (41.).
Hannover kam mit mehr Schwung aus der Pause und wurde sofort mit dem Führungstreffer belohnt. Schlaudraff wurde bei seinem ersten Saisontor von der Gladbacher Hintermannschaft nicht angegriffen und ter Stegen sah bei dem Schuss aus 20 Metern nicht gut aus. Es war erst Hannovers zweiter Torschuss der Begegnung. Fünf Minuten später legte Diouf nach Vorlage von Konstantin Rausch nach einem schönen Freistoßtrick nach. Die Gladbacher Abwehr sah beim zweiten Saisontreffer des Angreifers erneut schlecht aus. Fast hätte der fünfmalige deutsche Meister sofort die richtige Antwort auf den 0:2-Rückstand gefunden. Doch de Camargo vergab in der 55. Minute die Möglichkeit zum Anschluss, als er an Nationaltorwart Ron-Robert Zieler scheiterte. Besser machte es Dominguez. Zieler hatte einen Schuss von Arango für die Füße des Innenverteidigers abprallen lassen. Nach dem Ausgleich von Brouwers überraschte Arango den Schlussmann mit einem direkt verwandelten Freistoß ins kurze Eck.

 

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